Tierischer Hunger

Als wir in Thailand eine Geschichte über eine Japanerin recherchierten, die ihr Leben einem Elefanten widmet, waren uns die mächtigen Tiere überraschend schnell vertraut. 20140202-IMG_8554Wir bewegten uns zwischen ihnen, als wären sie so groß wie Hunde. Den Elefanten ist selbst vermutlich auch nicht bewusst, wie riesig sie sind. In der Trockenzeit bekommen sie zusätzliches Futter, weil sie auf dem Gelände der Auffangstation nicht genug Grünzeug finden. Ein Elefant spähte um die Ecke des Häuschens, in dem das Futter lag, und versuchte immer wieder, sich an den Mahuts vorbeizuschleichen. Er erinnerte mich an das Mammut, das sich bei “Ice Age” hinter einem Baum verstecken will. Mehr über die Tiere lest ihr in unserer Reportage über Natsuyo Jaeke und ihre blinde Elefantendame auf SPIEGEL ONLINE.

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Schlummern auf der Schwimmweste

Kann man mit einem sieben Monate alten Baby eine Schnorchelbootstour machen? Vielleicht ist es auf dem Boot sehr heiß, vielleicht sind wir gerade pitschnass, wenn Tom uns braucht, oder bestaunen Schildkröten und Fische – mit den Ohren unter Wasser… Wir sind trotzdem schnorcheln gegangen auf den Perhentian-Inseln vor Malaysias Ostküste und es war alles viel einfacher als gedacht, wie so oft auf dieser Reise.IMG_1771[1] Das Boot hat Tom in den Schlaf geschaukelt und er hat auf einer provisorischen Matratze aus einer Schwimmweste und zwei Handtüchern geschlummert. Als er wach wurde, hat sich unser Kapitän wunderbar um ihn gekümmert. Tom hatte Spaß, wir hatten Spaß, und ein Artikel über die Inseln ist auch dabei herausgekommen:

Malaysias Trauminseln: Schnelles Geld im Garten Eden
Weiße Strände, glasklares Wasser, schnorcheln mit Schildkröten: Für Urlauber sind die malaysischen Perhentian-Inseln das Paradies. Auch für die Insulaner ist das Leben leichter geworden, seit die Fremden kommen. Doch ganz heil ist ihre Welt nicht mehr. SPIEGEL ONLINE, 24.3.201420140306-IMG_0678

Tropentropfen

Ich bin in der Pfalz aufgewachsen und dort ist Weinbau ganz normal. Deshalb war es witzig zu sehen, dass sich thailändische Touristen zwischen den Reben in Khao Yai fotografieren wie vor berühmten Gebäuden. Das Weingut GranMonte liegt im Nordosten Thailands auf einem Stück Land, auf dem früher Mais und Cashew-Bäume wuchsen. Visooth Lohitnavy und seine Familie bauen dort entgegen aller Traditionen und trotz des tropischen Klimas seit einigen Jahren Wein an. Als wir sie besucht haben, waren sie noch immer ganz beeindruckt von dem wilden Elefanten, der kurz zuvor aus den Bergen gekommen und zwischen den reifen Trauben hindurchmarschiert war. Eine Begegnung, von denen deutsche Winzer eher selten erzählen. Auf SPIEGEL ONLINE lest ihr die ganze Geschichte. 20140117-IMG_7516_GranMonte_72