Gottes brave Nachbarn

An anderen Orten der Welt bekriegen sich die Religionen, in Malakka leben sie in einer Straße eng beieinander und verstehen sich angeblich bestens. Wir haben die Hausherren des hinduistischen und buddhistischen Tempels, der Moschee und der Kirche besucht und uns mit ihnen über den Weg zum Seelenfrieden unterhalten. Ich war überrascht, dass mich der Brahmane am meisten beeindruckt hat, wo mir seine Religion doch so fern ist. Aber er schien glücklicher, offener und gelassener als seine Nachbarn. Obwohl der Imam, die Äbtissin, der Brahmane und der Pfarrer in derselben Straße wohnen, lebt doch jeder in seiner eigenen Welt. Man erträgt sich, man respektiert sich, so gut es geht. Aber Interesse, Neugier, Zuneigung habe ich nicht gespürt. Die ganze Geschichte gibt’s auf SPIEGEL ONLINE. 

PS: Nach was die Halskette des Brahmanen geschmeckt hat, weiß nur Tom.

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Rabeneltern

Heute blogge ich mal nicht über das Drumherum, sondern über das Danach. Die zweite Folge unserer Reise durch Südostasien steht nun im Netz. Auf SPIEGEL ONLINE erzählen wir, wie man ohne Topf Gemüse kocht und auch sonst jeden Tag ein bisschen besser improvisiert. 20140226-IMG_0147Wenn man übers Reisen mit Baby schreibt, hagelt es danach immer besonders viele böse Kommentare. Das ist der Redaktion nicht neu und auch wir waren darauf eingestellt, dass uns manche Leser Verantwortungslosigkeit und Egoismus vorwerfen. Ich könnte das verstehen, wenn Tom unter dieser Reise leiden würde. Aber er freut sich so, wenn ihn die Menschen hier anlächeln und auf den Arm nehmen. Und das tun sie täglich. Wir verbringen jeden Tag zu dritt und haben fast unendlich viel Zeit füreinander. Allein das ist Grund genug, sich aus dem deutschen Alltagstrott für ein paar Monate zu verabschieden. Eigentlich ist es sogar ganz passend, wenn man uns deswegen Rabeneltern nennt: Raben kümmern sich gleichberechtigt um ihre Jungen.20140323-IMG_1178

Schlummern auf der Schwimmweste

Kann man mit einem sieben Monate alten Baby eine Schnorchelbootstour machen? Vielleicht ist es auf dem Boot sehr heiß, vielleicht sind wir gerade pitschnass, wenn Tom uns braucht, oder bestaunen Schildkröten und Fische – mit den Ohren unter Wasser… Wir sind trotzdem schnorcheln gegangen auf den Perhentian-Inseln vor Malaysias Ostküste und es war alles viel einfacher als gedacht, wie so oft auf dieser Reise.IMG_1771[1] Das Boot hat Tom in den Schlaf geschaukelt und er hat auf einer provisorischen Matratze aus einer Schwimmweste und zwei Handtüchern geschlummert. Als er wach wurde, hat sich unser Kapitän wunderbar um ihn gekümmert. Tom hatte Spaß, wir hatten Spaß, und ein Artikel über die Inseln ist auch dabei herausgekommen:

Malaysias Trauminseln: Schnelles Geld im Garten Eden
Weiße Strände, glasklares Wasser, schnorcheln mit Schildkröten: Für Urlauber sind die malaysischen Perhentian-Inseln das Paradies. Auch für die Insulaner ist das Leben leichter geworden, seit die Fremden kommen. Doch ganz heil ist ihre Welt nicht mehr. SPIEGEL ONLINE, 24.3.201420140306-IMG_0678