Freiheitskämpfer

imageAls ich morgens an der Sule-Pagode in Yangon ankam, war der Freiheitskämpfer Nandar Sitt Aung noch nicht da. Stattdessen wartete sein unscheinbarer Freund auf mich. Er sollte bei der Übersetzung helfen. Ich wollte ein  bisschen Smalltalk machen und fragte nach seinem Job. Er machte Politik. Ob er auch im Gefängnis gewesen sei? “Das erste Mal zwei Jahre und danach noch mal neun Jahre”, sagte er. Ich schaute ihn plötzlich mit anderen Augen an. Und ich schämte mich, dass ich ihn für etwas langweilig gehalten hatte. Wir haben in Myanmar viele Menschen getroffen, die wie Nandar Sitt Aung und sein Freund mutig und selbstlos für die Demokratie kämpfen. Wenn sie nicht aufgeben, wird der Traum vielleicht bald wahr. Nächstes Jahr stehen wieder Wahlen an. Doch dass es dabei frei und fair zugehen wird, glauben Sitt Aung und seine Mitstreiter nicht.

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